Simone Böser Praxis für Chiropraktik

Wasserlooslück 2
24944 Flensburg

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Grundlagen der Chiropraktik

Die Chiropraktik ist eine alternativmedizinische Behandlungsart, die gerade in Deutschland von der evidenzbasierten Medizin, landläufig Schulmedizin genannt, kaum anerkannt wird. Das liegt vor allem daran, dass sich in manchen Bereichen die Vorstellungen bezüglich des Wesens und der Entwicklung der Krankheitsbilder doch sehr deutlich unterscheiden. Auch fehlen noch in einigen Bereichen, so wenigstens aus Sicht der evidenzbasierten Medizin, naturwissenschaftlich valide Studien zur Wirkung und Wirksamkeit dieser Methode. Demzufolge sind die genannten Wirkmechanismen als Beobachtungen einzelner Therapeuten zu werten.

Chiropraktoren diagnostizieren und behandeln mechanische Probleme an Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern sowie die Auswirkungen, die diese Probleme auf die Funktion des Nervensystems haben können. Obwohl alle Gelenke des Körpers chiropraktisch behandelt werden können, liegt der Schwerpunkt auf den Gelenken der Wirbelsäule.

Wenn Gelenke ihre normale Beweglichkeit verloren haben (also blockiert sind), können Chiropraktoren durch gezielte Impulse helfen, die normale Beweglichkeit wiederherzustellen. Dadurch kann in vielen Fällen die Funktion von benachbartem Nervengewebe optimiert und so die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers gefördert werden.

Mit neuromuskulären und anderen Behandlungstechniken kann der Chiropraktor außerdem Verspannungen an Muskeln, Sehnen und Bändern behandeln.

Sowohl durch die Behandlung als auch eine entsprechende Beratung kommt der Chiropraktik außerdem eine große Rolle bei der Prävention mechanisch bedingter Gesundheitsprobleme zu.

Wie geht der Chiropraktor vor? ^

Zunächst wird der Chiropraktor mit dem Patienten immer ein ausführliches Gespräch über seine allgemeine Gesundheit und die genauen Gründe, einen Chiropraktor aufzusuchen, führen. Er wird eine Menge Informationen erfragen. Dabei wird es nicht nur um das akute Problem gehen, sondern auch um gesundheitliche Probleme aus der Vergangenheit (Stichwort Krankenvorgeschichte). Der Chiropraktor braucht auch solche Informationen, um eine möglichst genaue Diagnose stellen und anschließend eine sichere und effektive Behandlung durchführen zu können.

Sollte der Chiropraktor aus diesen Gesprächen heraus feststellen, dass das Problem von einem anderen Spezialisten behandelt werden sollte, wird er den Patienten selbstverständlich dorthin empfehlen. Selbstverständlich gilt hier Schweigepflicht wie in jedem anderen medizinischen Bereich.

Nach dem ausführlichen Gespräch folgt eine körperliche Untersuchung, um die bisherigen Befunde zu untermauern. Hauptsächlich wird dabei das Muskel-, Skelett- und Nervensystem untersucht. Andere Organe wie Herz, Lunge und Verdauungsorgane können aber je nach Fall ebenfalls Gegenstand der Untersuchung sein.

Häufig und, wenn möglich, wird sofort nach der Untersuchung eine Behandlung begonnen. Falls jedoch weitere Tests oder Röntgenaufnahmen erforderlich sind, um die Diagnose zu bestätigen, kann sich der Behandlungsbeginn durchaus um ein paar Tage verzögern.

Befundseröffnung ^

Ist der Chiropraktor zu dem Ergebnis gekommen, seinem Patienten mit seiner Behandlungsmethode helfen zu können, bespricht er dies vor Behandlungsbeginn und trägt seinen Behandlungsplan vor. Häufig können Übungen zu Hause des Patienten zu einer erfolgreichen Behandlung beitragen, auch diesen Aspekt lässt der Chiropraktor hier einfließen. Außerdem wird er auf die zu erwartenden Kosten hinweisen. Zudem ist es oft angebracht, über eine mögliche Wiederkehr der Beschwerden und den Nutzen einer unterstützenden Langzeitbehandlung zu sprechen.

Die eigentliche Behandlung ^

Die klassische Tätigkeit des Chiropraktors ist die gezielte manuelle Justierung blockierter Gelenke – im wahrsten Sinne des Wortes eine Be"hand"lung der betroffenen Körperteile.

Diese von Hand durchgeführte Behandlung geht mit einem schnellen Impuls einher, der zu einem hörbaren und auch spürbaren "Knack" führen kann. Dieses "knackende" Geräusch entsteht, wenn kleine Gasbläschen, die sich durch den Impuls am Gelenk in der Gelenkflüssigkeit gebildet haben, wieder in sich zusammenfallen. Es ist völlig harmlos.

Chiropraktische Impulse an Gelenken mit eingeschränkter Beweglichkeit führen manchmal sofort zu einer Besserung des Beschwerdebildes, jedoch gibt es keine sofortige Heilung der Beschwerden.

Zusätzlich steht dem Chiropraktor noch eine Fülle anderer chiropraktischer Behandlungsmethoden zur Verfügung: Kälte- und Wärmeanwendungen, Ultraschall, gymnastische Übungen etc. Üblicherweise ist die chiropraktische Justierung nicht schmerzhaft. Es kann jedoch gelegentlich zu leichtem, kurzzeitigem Schmerzempfinden kommen. Im Normalfall sind die Folgebehandlungen angenehmer, da sich die Symptome langsam bessern und sich ein Vertrauensverhältnis zum Chiropraktor aufbaut.

Definition "Chiropraktik"

Chiropraktik ist eine alternativmedizinische, biomechanische Behandlungsmethode mit dem Ziel, die normale Beweglichkeit der Gelenke − besonders an der Wirbelsäule − wiederherzustellen.

Beschwerdebilder: Wer und was kann behandelt werden? ^

Behandelt werden kann jede Altersstufe. Bei Babys liegen oft auch schon biomechanische Störungen z.B. nach schwierigen Geburten oder Schieflagen vor. Dies kann sich in Bewegungseinschränkungen des Kopfes zeigen oder durch kontinuierliches Schreien. Häufig werden Babys mit Koliken beim Chiropraktor vorgestellt, die oftmals, meiner Erfahrung nach, in wenigen Sitzungen erfolgreich behandelt werden können.

Zudem können zur Unterstützung des Wachstums Kleinkinder und Jugendliche vorgestellt werden-, um "Unfälle" des täglichen Lebens zu korrigieren, z. B. Stürze vom Fahrrad etc.. .

Bandscheibenvorfälle, Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerzen sowie Migräne oder ein Schleudertrauma können aus unserer Sicht chiropraktisch behandelt werden.

Kopfschmerzen können durch blockierte Facettengelenke der Halswirbelsäule sowie Verspannungen der Nackenmuskulatur verursacht werden.

Die Auslöser von Migräne können unterschiedlichsten Ursprungs sein. Dieses kann mit einer erhöhten Licht- und Geruchsempfindlichkeit sowie einem Kribbeln oder Taubheitsgefühl einhergehen sowie einer eingeschränkten Sicht. Auslöser für Migräne können zum Beispiel Wetterwechsel, bestimmte Nahrungsmittel oder Verspannungen der Halswirbelsäule sein.

Bei Bandscheibenvorfällen oder einer Bandscheibenprotrusion kann unserer Erfahrung nach auch Chiropraktik eine konservative Therapieoption darstellen.

Aber auch Knieschmerzen oder Schmerzen in der Hüfte durch Abnutzung der Gelenke können, unserer Erfahrung nach, erfolgreich mit Chiropraktik behandelt werden.

Schmerzen in Armen oder Beinen können durch lokale oder ausstrahlende Strukturen verursacht werden. Ausstrahlende Schmerzen sowie ein Kribbeln in Fingern oder Zehen können durch Einengung der nervalen Strukturen hervorgerufen werden oder durch biomechanische Störungen des schmerzenden Gelenkes oder benachbarter Strukturen durch Überlastung von Bändern oder der Sehnen.

Unserer Erfahrung nach kann dies auch eine konservative Therapieoption mit Chiropraktik darstellen.

Ellenbogen- und Knieschmerzen können durch Fehler im mechanischen Bewegungsablauf zu Blockierungen der Gelenke und Reizungen der umliegenden Strukturen (Muskeln, Sehnen, Bänder) führen.

Mögliche Risiken ^

Die Chiropraktik ist eine sehr sichere Behandlungsform für Erkrankungen biomechanischen Ursprungs. Ernsthafte Nebenwirkungen sind äußerst selten. Wird die Muskulatur behandelt, können einige Stunden bis Tage später muskuläre Schmerzen auftreten, die, besonders wenn sie mit Eis behandelt werden, schnell verschwinden und völlig ungefährlich sind. Werden Gelenke an Armen und/oder Beinen chiropraktisch korrekt behandelt, sind damit keine Risiken verbunden.

Auch die chiropraktische Behandlung der Wirbelsäule ist eine vergleichsweise sehr risikoarme Behandlung. Gewisse Risiken lassen sich jedoch auch bei fachgerechter Anwendung nicht völlig ausschließen.

In seltensten Fällen kann es bei einem nicht bekannten Bandscheibenvorfall zu einer Nervenwurzelschädigung mit Schmerzausstrahlung, Gefühlsstörungen oder, noch seltener, zu Lähmungserscheinungen im Bereich der Arme oder Beine kommen. Das könnte in einem solchen Fall jedoch auch durch alltägliches Verhalten wie z.B. Niesen, Bücken oder das Anheben einer Last ausgelöst werden.